Irene Helm // Legasthenie & Mentaltraining

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    Der Erfolg


    Wie viel Erfolg ist möglich?


    Was jeder letztendlich unter Erfolg versteht, ist sehr unterschiedlich. Ist es ein Erfolg 40 Fehler auf 20 zu reduzieren? Oder sprechen wir erst bei 0 Fehler von Erfolg? Ist nur die Note „Sehr gut“ das Ziel oder sind die Beteiligten über ein „Befriedigend“ sehr glücklich? Diese „Erfolgs-Ansichten“ müssen von Anfang an besprochen und geklärt werden.


    Die Eltern und auch die Betroffenen müssen lernen, das Wort „Erfolg“ von einer anderen Seite zu betrachten:

    „Du hast eine tolle Geschichte geschrieben!“

    „Es fehlt kein Buchstabe mehr!“

    „Deine Schrift ist gut leserlich!“

    „Die Großschreibung funktioniert schon ganz toll!“

    „Du hast den Text super kontrolliert und Fehler gefunden!“

     




    Ein Beispiel dafür, was man unter dem Wort "Erfolg" verstehen muss!!


    Das Wort "Erfolg" von einer anderen Seite betrachten! 267.3KB


    Jeder kleine Schritt MUSS als Erfolg bezeichnet werden. Auch wenn die Fehleranzahl schon deutlich gesunken ist, spielt für Legastheniker Zeitdruck und Aufregung  eine besondere Rolle. Neu erlernte Strategien finden dann vielleicht noch keine Anwendung. Dieses Wissen und viel Geduld  ist für alle Beteiligten sehr wichtig. In Stress-Situationen ist eine fehlerfreie Arbeit kaum möglich. Erst wenn sich die richtigen Rechtschreibstrategien automatisiert haben, können sie auch in stressreichen Herausforderungen angewendet werden. In den höheren Schulstufen werden viele Texte (in Biologie, Geographie....) diktiert, da geraten Legastheniker oft "in Panik". Da lautet die Devise: „Nur beim Schreiben mitkommen, dann erst denken!“ Das Tempo und meist viele Fachausdrücke bedeuten für Legastheniker wieder eine erhöhte Fehlerquelle.


    Dies darf auf keinen Fall zu Resignation von Kind und Eltern führen. Es ist völlig normal, dass das Kind von Zeit zu Zeit in die alten Strategien zurückfällt.



    Objektiv betrachtet sind die Erfolgschancen höher, wenn mehrere positive Faktoren zusammenkommen:

     Gute Intelligenz,

    Verständnis und Unterstützung in der Schule,

    Verständnis und Unterstützung der Eltern,

    außerschulische, professionelle Einzelförderung,

    gute, helfende Freunde,

    hohe Motivation des Kindes.

     



     

    Je früher die Hilfe einsetzt umso schneller und müheloser ist der Erfolg zu erreichen.


    Steht ein Kind am Anfang des Lernprozesses, sieht es in diesen Fähigkeiten noch nicht den großen Feind. Das Pensum zum Lernen ist überschaubar und der Leistungsdruck noch nicht so groß. Die Legasthenie-Übungen lassen sich leichter in den Tagesablauf integrieren. Je mehr Zeit vergeht, umso größer wird die Angst zu versagen und die Angst den Eltern nicht zu entsprechen. Dies kann in manchen Fällen zu physischen oder psychischen Problemen führen.


     



     

    Und für MICH ist es der größte Erfolg, wenn Betroffene sagen:

    „Ohne dich hätte ich das nicht geschafft!“ 

      



    In jedem Legastheniker steckt ein kleines Genie!