Irene Helm // Legasthenie & Mentaltraining

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    Legasthenie


    Legasthenie - der Kampf mit den Buchstaben



    Legasthenie ist eine ererbte oder durch Geburtseinflüsse erworbene Schwäche, die das Erlernen der Schriftsprache erschweren oder stark behindern kann. Die gesetzlichen Richtlinien schreiben vor, dass die Bezeichnung Legasthenie nur dann Gültigkeit hat, wenn das Kind mindestens durchschnittlich intelligent ist und keine organische Seh- oder Hörbeeinträchtigung vorliegt. Außerdem wird eine lehrplanmäßige Beschulung vorausgesetzt.


    Es ist zweckmäßig von einem international anerkannten Begriff auszugehen. Im ICD-10 der WHO (Internationale Klassifikation psychischer Störungen) werden Erkrankungen und Störungen klassifiziert. In der Kategorie F81.- werden die "Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten" genau beschrieben und definiert.

     




    Vier Wissenschaftsbereiche (Medizin/Psychologie/Pädagogik/Soziologie) befassen sich mit dem Thema „Legasthenie“. Jeder kocht sein eigenes Süppchen und dadurch herrscht große Uneinigkeit.
    Das führt zu einer grenzenlosen Verunsicherung und Verwirrung. Dies ist auch der Hauptgrund, warum Legasthenie in vielen Fällen einfach „hingenommen“ wird. Aber die wirklich Leidtragenden sind die Betroffenen selbst. Es geht da um Menschen, die möglicherweise in der Zukunft niemals das erreichen können, was eigentlich ihrer Intelligenz entsprechen würde (auch Hochbegabte können betroffen sein – ich weiß das aus Erfahrung).


     



    Das Lernen wird für die Betroffenen wirklich zum Kampf




    Es dauert oft viel zu lange, bis der Hinweis kommt, dass die Lernschwierigkeiten mit einer Legasthenie zusammenhängen könnten. Misserfolge prägen den Schulalltag. Der Selbstwert sinkt mit jeder schlechten Note. Das Wiederholen einer Klasse bleibt vielen Legasthenikern nicht erspart, obwohl sich dadurch die Legasthenie nicht verändert.


    Sehr traurig ist auch die Tatsache, dass Legastheniker häufig ihre Talente nicht ausleben können. Ist das Kind ein guter Mathematiker kann sich das schnell ändern, wenn Sachaufgaben zum „Leseproblem“ werden. Das: „Was muss ich da tun?“, dauert viel zu lange und viele Aufgaben bleiben dann ungelöst. Es ist kein Wunder, wenn da der Schulfrust immer größer wird.

    Ein Legastheniker kann an verschiedenen Stellen des Verarbeitungsprozesses Defizite haben. Die Kombinationen und Ausprägungen sind ganz unterschiedlich. Daher hat jeder Betroffene seine eigene Legasthenie. In den vielen Jahren habe ich noch nie erlebt, dass ein Legastheniker nur annähernd einem anderen glich. Das alleine lässt schon darauf schließen, dass nur ein individuell zugeschnittenes Einzeltraining, eine wirkliche Hilfe sein kann.



     



    Legastheniker müssen immer VIEL MEHR tun!!



    VIEL MEHR nachschreiben (in der Schule zu langsam?!), VIEL MEHR verbessern (zu viele Fehler), VIEL MEHR lesen, VIEL MEHR lernen (dauert länger), einfach von allem VIEL MEHR!! Und trotzdem ist das Ergebnis zermürbend (siehe Downloads)!


    Je länger die Legasthenie unerkannt und unbehandelt bleibt, desto mehr muss man damit rechnen, dass Begleit- oder Folgeerscheinungen in den Vordergrund treten. Das andauernde Lernversagen, die negativen Reaktionen darauf, die Entmutigungen und der Selbstwertverlust wirken sich auf Seele und Körper negativ aus. Und dann kommt zur Legasthenie ein weitaus schlimmerer Faktor dazu „der Schulfrust“.

    Eine Legasthenie zu haben ist bereits die Spitze eines Eisberges
    , sie ist nicht plötzlich da. Sie wird manchmal in die Wiege gelegt (genbedingt!) oder Geburtseinflüsse (Sauerstoffmangel, schwierige, langwierige Geburt, ...) erschweren den Start ins Leben.


    Grundsätzlich sind für einen reibungslosen Lernprozess, viele Entwicklungsbausteine erforderlich ( mehr unter Das optimale Lerngebäude ). Wird am Fundament frühzeitig gearbeitet, ist es möglich, dass die Legasthenie vielleicht gar nicht „ausbricht“.


    Grundsätzlich ist ein legasthener Mensch, ein Leben lang ein Legastheniker, was jedoch durch ein gezieltes Training, mit Ehrgeiz, Unterstützung und Geduld möglich ist, erfahren Sie auf der Seite: "Wie viel Erfolg ist möglich?"


     




    Downloads: Übung macht den Meister oder doch nicht???

    Sebastian hat für das Diktat sehr viel geübt! 960.9KB

    Fabian hat für die Schularbeit viel geübt!! 1.5MB

    Theo übt und übt und übt - sein 3. Versuch 1.3MB

    Leon und sein Diktat 1.2MB