Irene Helm // Legasthenie & Mentaltraining

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    Legastheniker-Wörterbuch


    Das „Legastheniker-Wörterbuch“



    Auch Legastheniker haben ein „inneres Lexikon“, nur sieht dies ganz anders aus, als bei einem „Rechtschreibgenie“.

    „Konzentrier dich!“, „Hör genau zu!“, „Schau doch genau hin!“ „Man kann doch das „tt“ im Wort Hütte hören!“ „Warum schreibst du „wier“ schon wieder falsch!“ „Hättest du doch besser aufgepasst!“ „So viele Schlampigkeitsfehler!“ „Schwache Arbeit!“ ..... Solche Sätze hören Legastheniker tagtäglich oder lesen derartige Hinweise in den Schulheften.

    Legastheniker schreiben Wörter nicht absichtlich falsch, sie verwenden eigene Regeln, die ihrem Entwicklungsstand entsprechen!!


    Falsche Schreibung bedeutet nicht immer falsche Überlegung – Beispiel:

    Thomas korrigierte in seinem Text das richtige Wort “fischte” auf “fiste”.
    Auf meine Frage, warum er sich so entschieden hätte, antwortete er:“Ja, ich weiß doch schon, dass man „scht“ spricht, aber nur „st“ schreiben darf!“ Und er freute sich riesig, dass er diesen vermeintlichen „Fehler“ entdeckt hatte.


    Die Hauptprobleme sind:

    • die Wortbildspeicherung,

    • Defizite in der Phonologischen Bewusstheit (siehe "Das Training" - Testauswertung),

    • das visuelle Arbeitsgedächtnis,

    • die Buchstabenkombinationen „sp, st und pf“,

    • und der schnelle Zugriff auf die Wortbedeutungsebene gelingt nicht.


    All diese Bereiche müssen (!) trainiert werden, um das Fundament für "das Lerngebäude" zu schaffen. Erst auf dieser Basis kann sich der Lese- und Schreibprozess weiterentwickeln.


    Die Fehleranalyse:

    Während der gesamten Trainingszeit mache ich von jedem Schriftstück (Diktate, Schularbeiten, Übungszettel) eine Fehleranalyse. Denn aus jedem Fehler kann man lernen, wenn man weiß, warum er passiert ist. Außerdem sehe ich, aufgrund solcher Analysen:


    • welche Wörter immer wieder falsch geschrieben werden,

    • welche Fehlerkategorie schon abgebaut wurde und

    • wo in weiterer Folge das Training ansetzen wird.


    Betroffene überlegen, bemühen sich, versuchen Erklärungen zu finden und scheitern so oft. Ein Fehlerkatalog (von einer Person!) kann nach ca. 100 Trainingseinheiten, durchaus 1225 Falschschreibungen enthalten.


    Ein unbeschreiblicher Energieaufwand steckt dahinter, um das richtige Wort abzurufen! Zu viele Fehlinformationen sind im „inneren Lexikon“ abgelegt, die immer wieder Verwirrung stiften.


    Hier ein paar "Gustostückerl" meiner  Klienten


    Legastheniker-Wörterbuch, auch Legastheniker haben ein inneres Lexikon 20.7KB