Die Macht der Motivation


 

Auch die Neurowissenschaften sind sich einig, dass das  W O L L E N  ein Schlüsselfaktor unseres Lebens darstellt, denn ...

wir verstehen nur, was wir verstehen  W O L L E N,

wir lernen nur, was wir lernen  W O L L E N,

wir erinnern uns nur an Dinge, an die wir uns erinnern  W O L L E N,

wir hören nur das, was wir hören  W O L L E N.


Der Startschuss für das „WOLLEN“ beginnt bereits im Kleinkindalter. Hier wird der Grundstein, für den lustvollen Zusammenhang zwischen der Handlung und einem Ergebnis, gelegt. Die Vorbildfunktion von Eltern, Erziehern und dem sozialen Umfeld sind von großer Bedeutung. Wir übernehmen vieles von dem, was wir sehen und hören. Die Erfahrungen, die ein Kind in den vier Grundschuljahren macht, sind prägend für den weiteren Bildungsweg. Negative Erfahrungen bleiben oft bis ins Erwachsenenalter hängen. 


Nur wenn jemand ein lohnenswertes Ziel sieht, wird er motiviert handeln. Wenn jemand den Willen hat, etwas zu erreichen, führt dies zu einer Verbesserung der Organisationsfähigkeit des Gehirns. Ob jemand eine Handlung ausführt, hängt von unterschiedlichen Erwartungen ab, welche mit der Situation und der Handlung verknüpft sind. Ein Gefühl etwas zu beherrschen, motiviert zu weiteren Anstrengungen. Der einmal erreichte Erfolg vermittelt ein Verlangen nach Wiederholung.

Wir kennen diesen Zustand unter dem Begriff "Erfolgserlebnis". Das gestärkte Selbstbewusstsein erzeugt Motivation und die Lust am Lernen  (mehr unter Betroffene erzählen - "Eine Erfolgsgeschichte, die unter die Haut geht!"

Wenn die Motivation fehlt, wird es keine gezielte Aufmerksamkeit und keine Bewegung zur Veränderung, geben. Man kann sich nicht am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen.

Allerdings lassen sich Bedingungen schaffen, unter denen sich das „Wollen“ mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit einstellt. Dazu gehört die Wahl von solchen Zielen, die erreichbar sind, jedoch nur einen mittleren Schwierigkeitsgrad zur Bewältigung erfordern.



Leistungsdruck mindert Leistung und Motivation


Wenn immer zu hohe Ansprüche gestellt werden. Wenn Leistungen immer mit viel Kritik verbunden sind oder die Anerkennung von guter Leistung abhängt.

Dieses Pflichtbewusstsein löst Druck und Furcht aus, nicht aber die Freude an der Tüchtigkeit. Hält ein Mensch dem Leistungsdruck nicht stand, dann geht Begeisterungsfähigkeit verloren. Aus der Lust wird der Frust und das erzeugt noch mehr Druck. Dann sind vorhandene Fähigkeiten auf einmal nicht abrufbar.
(Siehe pdf-Download: Evas Rede über den  Leistungssport).
Ein Teufelskreis beginnt, es sei denn man hat die Möglichkeit, die Situation zu verlassen (für Schüler oder im Arbeitsprozess oft nicht einfach). Im schlimmsten Fall entwickelt sich ein Motivationsdefizit. Wenn wir länger nicht bekommen was wir wollen, begibt sich unser Körper in einen inneren Tiefschlaf, wir schalten ab.
 

Befindet man sich in einer Führungsrolle (Eltern, Vorgesetzter, Pädagoge, Trainer, .........) ist es wichtig, ein guter Motivator zu sein, denn wer motivieren kann, kann auf Zwang verzichten.  Vorbild sein und Begeisterung ausstrahlen, heißt die Devise!